Selbstfürsorge mit GFK ist für mich ein stiller, ehrlicher Weg, bewusst ins neue Jahr zu starten – jenseits von Vorsätzen, Druck und Funktionieren.
Denn gerade der Jahresanfang trägt für viele von uns eine besondere Energie in sich.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, einen anderen Weg zu wählen.
Einen, der leiser beginnt. Bei mir selbst.
Selbstfürsorge mit GFK beginnt im Spüren
In der Gewaltfreien Kommunikation ist eine Grundhaltung zentral:
Ich gebe in jedem Moment mein Bestmögliches – und ich bin selbst verantwortlich für meine Bedürfniserfüllung.
Selbstfürsorge mit GFK bedeutet deshalb nicht, noch mehr zu tun. Sie beginnt im Innehalten. Im ehrlichen Spüren:
Was ist gerade lebendig in mir?
Was fühle ich – jenseits vom Funktionieren?
Solange ich nur reagiere, mich anpasse oder „durchhalte“, bin ich nicht in Selbstfürsorge. Erst wenn ich bei mir ankomme, entsteht die Möglichkeit, wirklich für mich zu sorgen.
Für mich heißt Ankommen: mit allen Sinnen nach innen lauschen. Den Atem wahrnehmen. Den Körper. Die Stimmung. Mich selbst wieder fühlen.

Bedürfnisse erkennen – die Basis von Selbstfürsorge
In der GFK gehen wir davon aus, dass hinter allem, was wir tun oder lassen, Bedürfnisse stehen. Sie sind universell – und doch zeigt sich ihre Erfüllung bei jedem Menschen anders.
Erst wenn ich weiß, was ich wirklich brauche, kann Selbstfürsorge mit GFK gelingen. Dann wird sie konkret und lebendig.
Für mich ist das zum Beispiel:
- Gemeinschaft und Zugehörigkeit – wenn ich mich regelmäßig mit Freundinnen zum Saunieren treffe
- Ruhe und Entspannung – bei Spaziergängen mit meinem Hund in der Natur
- Lebensfreude – beim Tanzen, Musikhören, Mitsingen
- oder ganz bewusst Pause – nichts leisten, nichts müssen, einfach sein
Selbstfürsorge darf individuell sein. Und sie darf sich verändern.
Wie sehr uns die Gewaltfreie Kommunikation dabei unterstützt, unsere Bedürfnisse überhaupt erst wahrzunehmen, beschreibe ich auch in meinem Artikel „GFK – eine Sprache, die verbindet“.
👉 Interner Link: https://raeumefuerwandel.com/gewaltfreie-kommunikation-eine-sprache-die-verbindet-2/
Raus aus dem Funktionieren – rein ins Erlauben
Selbstfürsorge mit GFK heißt auch, mir etwas zu erlauben: Pausen. Langsamkeit. Unklarheit.
Solange ich funktioniere, bin ich nicht in Verbindung mit mir selbst.
Die LilaLiebe® lädt genau dazu ein: mich selbst ernst zu nehmen, ohne mich zu verurteilen. Nicht egoistisch – sondern ehrlich.
Wenn ich beginne, mich selbst zu fühlen und meine Bedürfnisse zu achten, verändert sich etwas Grundlegendes.
Warum Selbstfürsorge mit GFK echte Empathie möglich macht

Eine weitere Grundannahme der Gewaltfreien Kommunikation lautet:
Jeder Mensch ist grundsätzlich bereit, zum Wohle anderer beizutragen – wenn es ihm selbst gut geht, seine Bedürfnisse erfüllt sind und er freiwillig handelt.
Das bedeutet: Wahre Empathie entsteht nicht aus Pflicht oder Aufopferung.
Sie wächst aus innerer Fülle.
Nur wenn ich für mich selbst sorge, kann ich anderen wirklich begegnen – präsent, offen und authentisch. Nicht aus dem Funktionieren heraus, sondern aus echter Bereitschaft.
Die Grundhaltungen der Gewaltfreien Kommunikation gehen auf Marshall Rosenberg zurück. Mehr über seine Arbeit und die Haltung der GFK findest du beim beim
👉Center for Nonviolent Communication.
Ein sanfter Start ins neue Jahr
Vielleicht darf dieses Jahr nicht mit Vorsätzen beginnen, sondern mit Fragen:
Was brauche ich?
Was nährt mich?
Was bringt mich in Kontakt mit mir selbst?
Selbstfürsorge mit GFK ist kein Extra. Sie ist die Grundlage.
Für Verbindung. Für Balance. Für ein Jahr, das sich stimmig anfühlt – von innen heraus. 💛
Mit Herz,
Melanie Lockenvitz – Räume für Wandel
Coachin für Gewaltfreie Kommunikation & LilaLiebe®-Beraterin nach Kathy Weber | Pädagogin | Fachkraft für Integration | Dreifach-Mutter im Patchwork




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