Gefühle sind keine Schwäche – sie sind Wegweiser
Kennst du das Gefühl, immer funktionieren zu müssen? Stark zu sein, freundlich, ausgeglichen – selbst wenn in dir eigentlich alles schreit?
Marshall Rosenberg hat einmal gesagt: „Depression ist die Belohnung fürs Bravsein.“
Ein Satz, der mich jedes Mal tief trifft.
Wie oft haben wir gelernt, unsere Wut zu schlucken, unsere Traurigkeit wegzuschieben oder unsere Bedürfnisse hintenanzustellen – um nicht anzuecken, um zu gefallen, um „gut“ zu sein, um dazu zu gehören. Wir passen uns an, lächeln, machen weiter. Und irgendwann merken wir, dass uns die Kraft fehlt. Dass etwas in uns still geworden ist.
Gefühle sind keine Schwäche. Sie sind Wegweiser – zu unseren Bedürfnissen, Sehnsüchten und zu dem, was wirklich zu uns gehört.

Unser Körper spricht, wenn wir es nicht tun
Unser Körper trägt all das, was wir nicht fühlen dürfen. Wenn wir Wut nicht ausdrücken, sucht sie sich andere Wege – vielleicht über Verspannungen, Kopfschmerzen oder ständige Erschöpfung. Wenn wir Trauer nicht zulassen, zieht sich unser Herz zusammen. Und wenn wir uns selbst ständig übergehen, verliert unser Nervensystem den Halt.
Unterdrückte Gefühle können uns krank machen: Sie schwächen das Immunsystem, erhöhen die Infektanfälligkeit und lassen das Nervensystem in Alarmbereitschaft bleiben. Es ist, als ob unsere Seele uns anschreit, endlich gehört zu werden.
Heilung beginnt mit Ehrlichkeit – zu uns selbst
Das ist keine Schuldfrage. Viele von uns wurden mit dem Glaubenssatz groß: „Sei brav, sei ruhig, sei stark.“ Doch brav zu sein bedeutet oft, uns selbst zu verlieren.
In meiner Arbeit mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) erlebe ich immer wieder, wie befreiend es sein kann, die eigenen Gefühle endlich ernst zu nehmen – ohne Bewertung, ohne Scham. Wenn wir beginnen, uns selbst zu hören, kann Heilung geschehen – innerlich und manchmal sogar körperlich.
Vielleicht ist der erste Schritt ganz klein: innehalten. Atmen. Spüren, was gerade wirklich da ist – ohne es sofort verändern zu müssen. Denn das Gegenteil von brav ist nicht zwingend laut. Es ist lebendig, mutig, bei sich sein. 💛
Wer mehr über die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation und Marshall Rosenbergs Arbeit erfahren möchte, findet ausführliche Informationen beim Center for Nonviolent Communication
Eine kleine Exitstrategie

Du kannst gleich heute damit beginnen:
- Inne halten
- Atmen
- Spüren
- Dich selbst erkennen – in dem, was du brauchst
- Übe, dich auszudrücken, ehrlich und freundlich zugleich
Allein dieser bewusste Moment mit dir selbst öffnet einen Raum für Mitgefühl – mit dir, und mit anderen.
So beginnt gelebte GFK: nicht im Gespräch mit anderen, sondern in der Verbindung zu dir selbst.
Möchtest du mehr darüber erfahren?
Wenn du lernen möchtest, wie du GFK in deinem Alltag nutzen kannst – als Mama, Papa, Partner:in oder einfach als Mensch – begleite ich dich gerne.
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Denn: Du bist nicht allein. Und du musst es nicht perfekt machen. Verbindung beginnt mit einem ersten Schritt – zu dir selbst.
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Mit Herz,
Melanie Lockenvitz – Räume für Wandel
Coachin für Gewaltfreie Kommunikation & LilaLiebe®-Beraterin nach Kathy Weber | Pädagogin | Fachkraft für Integration | Dreifach-Mutter im Patchwork




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